Geschichte der Stiftung


Aus den Anfängen des Ortsmuseums
Der Urdorfer Lehrer und Dorfchronist Christian Stamm (1911–1992), schafft in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts die Voraussetzungen für ein erstes Ortsmuseum. Die Schule stellt ihm im Keller des Kindergartens Schulstrasse einen knapp 20 m² grossen Raum für Ausstellungszwecke zur Verfügung. Geöffnet für die Besucher ist jeweils an Abstimmungssonntagen bis 12 Uhr. Erstes Ausstellungsstück ist das Uhr- und Schlagwerk der alten ref. Kirche.

Der Platz ist eng, man ist bemüht, Ersatz zu schaffen. 1985–91 wird der Erwerb geeigneter Liegenschaften oder Räume evaluiert, ein Erfolg scheitert aber an den Finanzen und sonstigen Unwägbarkeiten, so zum Beispiel im Zentrum. Die Einmietung im ersten Stock der wieder aufgebauten Wirtschaft zur Sonne (Sonnensaal) wird vom Stimmbürger knapp abgelehnt.

Gründung der Stiftung Ortsmuseum Urdorf
Dank einer privaten Schenkung kann am 27. Dezember 1994 die „Stiftung Ortsmuseum Urdorf“ gegründet werden. Hier die Stiftungsurskunde:

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Die Stiftung erwirbt am 23. März 1995 die Liegenschaft Birmensdorferstrasse 102, ein Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert, das bis 1991 bewohnt war.

Dank Sponsoring und Fronarbeit durch Hunderte von interessierten Urdorferinnen und Urdorfer, dank Unterstützung durch das Urdorfer Gewerbe mit Gratisarbeit und Materialspenden und durch einen namhaften Beitrag der politischen Gemeinde ist das Urdorfer Zentrum für Kultur und Begegnung entstanden.

In einer ersten Teiletappe von 1995–97 wird der Wohnteil als Museum saniert. Am 11. Januar 1997 können der Bevölkerung die ersten renovierten Museumsräumlichkeiten vorgestellt werden.

Am 29. August 1998 wird die 2. Teiletappe eröffnet. Mit einer Ziegelaktion kann das Dach über dem Wohnteil finanziert werden. Schöpfli und die Umgebung des Wohnteils werden auf aktuellen Stand gebracht.

Wegen der schlechten Bausubstanz im Mauerwerk von Stall und Scheune, wird dieser Teil völlig zurück- und wieder aufgebaut. Bewusst setzt sich dieser „moderne“ Teil im Innern von der alten Bausubstanz ab. In dieser Etappe entstehen Räume, die gemietet werden können und damit einen wichtigen Teil zur Finanzierung des laufenden Unterhalts beitragen. Am 13. April 2002 wird die 3. Teilsanierung abgeschlossen und zusammen mit dem Dorfbrunnen von 1870 auf dem Vorplatz eingeweiht.

2003 verlegt die Gemeinde das „Kulturforum“ von der Grubenstrasse ins Ortsmuseum. Am 18. Mai 2003 ist offizielle Eröffnung. Seither steht das Zentrum für Kultur und Begegnung der Urdorfer Bevölkerung zur Verfügung für Familien- Hochzeits- und Geburtstagsfeiern, für Lesungen, Konzerte, Kurse, Seminare, Schulungen, Klassentreffen, Versammlungen und Ausstellungen.

Im Sommer 2018 erhält das Ortsmuseum ein Update: LED-Beleuchtung im ganzen Haus, eine neue Bestuhlung, 220 Quadratmeter Eichenparkett, WLAN, grosse Vitrinen, modernes Equipment für Kurse und Schulungen und ein eigener Webauftritt, gemeinsam mit der Heimatkundlichen Vereinigung werden realisiert. Wiederum kann die Stiftung auf ein grosszügiges Sponsoring der Bevölkerung und des Gewerbes zählen. Am 22. September ist Wiedereröffnung.

 

 

 

 

 

 

 


letztes Update dieser Seite am 21.9.2018